Der Weg einer Website

Von der Anfrage bis zur fertigen Seite — jede Station, jede Weiche, und die Stellen, an denen heute etwas verlorengeht. Alles im Code nachgemessen am 17.09.2026.

Anfrage Recherche Logo Marke Vorbild Bau Seite vom Formular wer ist das? woher? Farben messen Award-Seiten 8 Phasen live jeder Schritt startet den nächsten selbst — niemand steuert das von Hand
Die Kette im Überblick. Jede Station ist ein Auftrag in der Warteschlange; ist er fertig, legt er den nächsten an.
1

Die Anfrage kommt an

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Jemand füllt das Formular in der Werbeanzeige aus. Wir bekommen Name, Mailadresse, Telefonnummer und was er angekreuzt hat. Daraus entstehen sofort: ein Kundeneintrag, ein Chat und ein Auftrag im Entwurf.

seit 17.09. neu

Die Recherche startet jetzt sofort — nicht erst, wenn er antwortet. Vorher galt: wer nie schrieb, wurde nie nachgeschlagen. Von 42 Aufträgen ohne Firmennamen hatten 40 nie eine Recherche.

2

Recherche — wer ist dieser Kunde?

apps/worker/src/research/research.ts

Wir suchen im Netz: Firma, Ort, Leistungen, Öffnungszeiten, echte Google-Bewertungen, Bilder, seine bisherige Website. Das Ergebnis heisst Dossier — die Akte des Kunden.

seit 17.09. neu

Die Recherche bekommt jetzt seine Mailadresse. Steht dort eine Firmendomain, wird sie zuerst aufgerufen. Vorher suchte sie nach «Jörg Thoke» und fand nichts, während info@mein-traumpool.de danebenstand — und diese Seite lebt und nennt sich «Hersteller von Pools».

3

Logo — die Weiche, nach der du gefragt hast

apps/worker/src/build/logo-weg.ts

Hier wird entschieden, woher das Logo kommt. Es sind nicht zwei Wege, sondern vier — und die Reihenfolge der Fragen entscheidet:

Hat er ein Logo geliefert? Hat er ein Vorbild genannt? Kennen wir seinen Namen? Will er ein Bildzeichen? ja, mit Datei ja, ohne Datei ja nein ja nein nein ja nein FERTIG NACHFRAGEN MALEN SETZEN sein Logo gilt beim Kunden Generator malt 3 Entwürfe Schriftzug wird gesetzt Ein Schriftzug wird GESETZT, ein Bildzeichen GEMALT — ein Bildgenerator kann keine Buchstaben
Die vier Ausgänge der Logo-Weiche. Der linke ist der beste: Hat der Kunde sein Logo, wird nichts entworfen — sein Logo ist die Marke.

Beim Fall MALEN entstehen drei Entwürfe, die er im Chat zur Auswahl bekommt: logo_konzepte_anfordernlogo_konzepte_sendenlogo_festlegen. Genau dieses Ritual bauen wir jetzt auch für die Award-Seiten.

4

Marke — die echten Farben messen

apps/worker/src/build/brandsheet.ts

Aus dem Logo werden die tatsächlichen Farben gemessen, nicht geschätzt. Daraus entstehen Farbskalen für hell und dunkel und ein Marken-Blatt, an das sich die ganze Seite hält.

5

Vorbild — drei Award-Seiten aus seiner Branche

docs/toolkit/archetypes/ · 56 Branchen

Für 56 Branchen liegt eine Doktrin bereit: drei echte ausgezeichnete Seiten, jede mit Quelle, Datum und einem Satz, was an ihr geerntet werden soll. Dazu Messwerte — Schriftgrössen-Sprung, Abstandsleiter, wie viele Farben höchstens.

hier bricht es

Der Bauer liest keine einzige davon. Die Referenz wird im falschen Fach gesucht — der Aufruf lautet wörtlich vorbildShots(undefined, …). Folge: 57 Bauordner teilen sich acht Bilder, und 14 davon zeigen einen schwarzen Ladebalken bei 60 %, den der Bauer als «Weltklasse-Massstab» vorgelegt bekommt.

wird gerade gebaut

Der Kunde bekommt die drei Seiten zur Wahl und gibt die Richtung vor. Baustein 1 steht und ist getestet: zu jeder Branche die drei Richtungen mit Bild — und bei unbekannter Branche nichts statt irgendwas.

6

Der Bau — acht Phasen in einem Ordner

apps/worker/src/bauer10/motor.ts

Jede Phase ist ein eigener, frischer Durchgang. Sie weiss nur, was als Datei im Ordner liegt — nicht, was die Phase davor gedacht hat.

Marke Bilder Recherche BAU Prüfrunde 1 Prüfrunde 2 Auffindbarkeit Qualitätstor → Mängel beheben nur EINE Fix-Runde mit echten Bildschirmfotos
Die Prüfrunden sehen echte Bildschirmfotos der eigenen Seite. Das Qualitätstor misst im echten Browser: Überlauf auf dem Handy, Fehler beim Laden, Hero-Bildanteil, ob das Formular wirklich sendet.
hier bricht es

Der letzte Schritt arbeitet blind. Wer die Mängel behebt, bekommt eine Textliste und den Auftrag «Hauptsache es baut noch durch» — er sieht sein eigenes Ergebnis nie an. Deshalb überlebt derselbe Mangel mehrere Runden.


Was der Bauer weiss — und was nicht

Er arbeitet in einem Ordner und kennt ausschliesslich, was dort als Datei liegt. Das ist der Grund, warum Dinge verschwinden: Was es nicht in eine dieser Dateien schafft, hat es für ihn nie gegeben.

Datei im Ordnerkommt vonZustand
BRIEF.md
alles über den Kunden
dem Dossier14 von 41 Feldern
BUILD-INSTRUCTIONS.md
die Bauregeln
feste Dateivollständig
ARTDIRECTION.md
Farbwelt, Schrift, Kopfzeile
zugewiesengewürfelt
reference.png
das Vorbild
Hausvorrat8 Bilder für 57
public/uploads/
seine echten Fotos
WhatsAppkommt an
Die grösste Engstelle

Zwischen Dossier und Bauer steht eine Liste, die aufzählt, was durchgereicht wird — 14 Feldpfade, während die Akte 41 kennt. Was nicht aufgezählt ist, fällt lautlos weg. Genau dort stehen die Felder, in denen seine Vorstellung steckt: was er erreichen will, seine besten Stücke, seine eigenen Texte, Schriftwünsche, sein Publikum.


Warum von zehn nur eine brauchbar war

Unser Geschmack gewinnt, weil er bewaffnet ist und seiner nicht.

Die Farbwelt wird gewürfelt, bevor der Bauer den Brief überhaupt öffnet. Sie liegt dann als «vom System zugewiesen — verbindlich, nicht verhandelbar» in seinem Ordner und wird von 28 Prüfungen durchgesetzt. Die Vorstellung des Kunden steht daneben als Aufzählungspunkt, den keine einzige Prüfung misst.

Drei Beispiele aus dem Code, jedes nachgemessen: Die Branchensuche findet «bar» in «verhandelbar» und öffnet damit die Nachtclub-Farbwelt. Es gibt eine Regel für «dunkel», aber keine für «hell» — ein Kunde kann mechanisch nur dunkel wünschen, nie hell. Und im Brief steht «Mehrseiter» als feste Zeile, auch bei den elf Kunden, die den Einseiter für 99 gekauft haben.